Zum Thema „Dominanz“ …

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… Das Thema DOMINANZ ist – gerade unter Hundetrainern – ein immer wieder gern verwendeter Begriff.
„Dein Hund ist dominant“ – oft gehört und viel zu verallgemeinert formuliert!

Zunächst ist DOMINANZ keine Eigenschaft an sich, sondern
bezieht sich immer auf Beziehung und/oder Bindung.
Dann gibt es das „Rudel“.
Als Rudel wird ein Zusammenschluss von Individuen bezeichnet in dem es klare soziale Strukturen, sowie eine klar definierte Aufgabenteilung der einzelnen Mitglieder gibt.
Somit ist die Bezeichnung „Rudel“ im häuslichen Familien- oder Hund/Mensch-Verband nur bedingt korrekt!

DOMINANZ kann situativ sowie formal auftreten.
Situative Dominanz bezieht sich auf die momentane Situation, d.h. wenn zwei (oder mehrere Hunde) eine situative (momentane) Diskussion haben, ist der „Gewinner“ dieser Auseinandersetzung situativ gesehen dominant!
(Beispiel: Kommentkämpfe)

Bei der formalen Dominanz hingegen zeigt der Hund gewollt und andauernd den Willen sich selbst durchzusetzen.
Das Bestreben formale Dominanz zu zeigen haben jedoch die wenigsten Hunde.
Ausnahmen bilden hierbei jene Hunde, bei denen durch die (gezielte oder nicht gezielte) Weitergabe durch die Elterntiere, von bestimmten Genen der andauernde Wille Dominanz zu zeigen gegeben ist. (Aspekt der genetischen Disposition)

Rangordnung und DOMINANZ dürfen hier nicht verallgemeinert, verwechselt oder gar das gesamte Verhalten des Hundes damit entschuldigt werden!

Bernhard Albin

Über den Autor

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Bernhard Albin
http://realizedogs.at
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